Stadt gemeinsam gestalten

Bürgerbahnhof Plagwitz, Gleisspaziergang
Bürgerbahnhof Plagwitz, Gleisspaziergang, Foto: Gunter Binsack

Die Projektreihe „Stadt gemeinsam gestalten“ hat das Ziel, Aktivitäten der Mitgestaltung und Mitverantwortung der Bürger/Zivilgesellschaft so zu nutzen, dass diese einen maximalen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Die bisherige Arbeit der Stiftung und ihrer Partner hat gezeigt, dass wir als Bürger/Zivilgesellschaft unsere Teilhabe an gesellschaftlicher Veränderung/Innovation neu denken und leben sollten. In diesem Zusammenhang sind folgende Aspekte von besonderer Bedeutung:

  • Das Wir neu entdecken
    Rückzug ins Private, Politikverdrossenheit, die Meinung, doch nichts verändern zu können etc. zeigen, dass der Glaube an die Kraft und den Nutzen der Gemeinschaft abnimmt. Doch in Zeiten von Klimawandel, Bedrohung der Demokratie, Neudefinition der Arbeitswelt etc. können wir ‚im kleinen Kämmerlein’ kaum einen Beitrag zur Gestaltung unserer Zukunft leisten. Aber in unserer Nachbarschaft können wir beginnen, die Stärken gemeinschaftlichen Handelns neu zu erleben. Wird uns diese (wieder) etwas wert, werden wir uns auch mit den größeren ‚Einheiten’ Quartier, Stadt, Land, Staat wieder mehr identifizieren.
     
  • Koproduktive Arbeit stärken
    Mit mehr Interesse an der Mitgestaltung ist nur der erste Schritt getan. Doch um neue Bäume im Stadtraum, die künftige Nutzung öffentlicher Flächen, unsere Gesundheitsversorgung und –pflege, das Reparieren von Kaputtem, die Reduzierung von Schulabbrecherquoten u.v.m. werden wir uns nicht lange kümmern, wenn wir es nicht schaffen, innovative Ideen auch wirklich umzusetzen. Und das geht nur im Zusammenspiel unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. Es ist ein Irrglaube, der Markt allein würde schon die richtigen Lösungen für das Gemeinwohl finden. Wir brauchen – je nach Thema/Problemstellung - eine koproduktive Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und/oder Zivilgesellschaft. Nur diese öffnet die vielen nötigen Sichten auf ein Problem, schafft breite Akzeptanz für Neues und vermeidet isoliertes Wirken und inkompatible Teillösungen. Dabei darf und muss gerne gestritten werden, denn Neues entsteht nur in der respektvollen Auseinandersetzung unterschiedlicher Positionen.
     
  • Mehr neue Demokratie-Formen wagen
    Unsere repräsentative Demokratie ist ein zentrales Element unserer Gesellschaft. Aber neben Wahlen findet sie nur schwerlich passende Formen, um die Ressourcen der Bürger/Zivilgesellschaft (Knowhow, Zeit, Kontakte/Netzwerke, Finanzmittel) auch für das Gemeinwohl wirken zu lassen. Die Bürger nur zu informieren, reicht nicht. Es braucht Mitgestaltungsformate, die tatsächlich mitgestalten lassen, denn wer investiert schon seine Ressourcen, ohne nennenswerten Einfluss auf künftige Lösungen nehmen zu können. Politikern wird damit ‚nichts weggenommen’, im Gegenteil: Richtig gemacht gewinnen sie dadurch Bürger, die sie in der Lösungsfindung kompetent unterstützen. Dem Vorwurf, nur Verwalter zu sein, können sie durch gemeinsame Gestaltungsarbeit etwas entgegensetzen. Und mittelfristig könnte sich durch ein ehrliches Angebot an Mitgestaltungswegen auch das grassierende Wutbürgertum reduzieren. Denn wer sagt, „Wir sind das Volk und können‘s besser“ dem/der sollte die Gesellschaft zumindest die Chance geben, es jenseits des Protestes auf konstruktiven Wegen zu beweisen.

Die vielen Beteiligten dieser Projektreihe arbeiten seit einigen Jahren daran, mit eigenem Beitrag gesellschaftliche Entwicklung neu zu denken und zu leben - und zwar primär innerhalb folgender Projekte:

Auf den folgenden Seiten stellen wir die o.g. Projekte näher vor:

 

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