Nur noch bürgerschaftliches Engagement anstatt Zivilgesellschaft?

  • Veröffentlicht am 10. Februar 2021 von Redaktion-WiQ

Foto: Stiftung Aktive Bürgerschaft

"Viele autoritäre Staaten erschweren zivilgesellschaftlichen Organisationen die Arbeit zunehmend. Dabei steht auch in diesen Ländern bürgerschaftliches Engagement grundsätzlich hoch im Kurs – solange es nicht politisch wird. Nun wird auch hierzulande die Frage diskutiert: Wie viel Politik ist im Engagement erlaubt?" schreibt die Stiftung Aktive Bürgerschaft.

Interessanter Beitrag der Stiftung Aktive Bürgerschaft

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Beitrag von Prof. Dr. Annette Zimmer:

"Es ist alles andere als eine gute Idee, bürgerschaftliches Engagement um seine genuin zivilgesellschaftliche Komponente zu berauben. Gerade jetzt in Zeiten der Krise und zunehmender Radikalisierung braucht die Politik die Zivilgesellschaft als verlässlichen Ansprechpartner. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen mit ihren Erfahrungen in einer Vielfalt von Politikfeldern sollten ernst genommen und ihre Expertise in viel stärkeren Maße als bisher genutzt werden. In dieser Hinsicht sind die Parteien von vorgestern und verpassen ihre Chance.

Warum dies so ist, ist umso unverständlicher, als auch in Deutschland die Politisierung der Straße zunimmt. Es gibt unzählige Demonstrationen kleiner und kleinster Gruppen in Berlin und anderswo. Von Ausnahmen abgesehen – wie etwa Fridays for Future – treten diese in der Regel nicht für etwas ein, sondern sind schlichtweg und überwiegend dagegen. Es handelt sich weitgehend um negative Abgrenzungen ohne zukunftsgewandte Orientierung: gegen Windräder, gegen Impfung, gegen das Tragen von Masken und ohne jegliche positive gesellschaftliche Vision und ganz im Sinne des „Nur nicht in meinem Vorgarten“.

Anstatt sich gegen die Zivilgesellschaft als Themenanwalt zu stellen, wäre die Politik heute gut beraten, wachsam zu sein, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass bürgerschaftliches Engagement immer gesellschaftlich rückgebunden bleibt und sich nicht ausschließlich einfügt in staatlicherseits vorgegebene Maßnahmen und Programme."

Hier geht's zum vollständigen Beitrag

 

Autor*in: Redaktion-WiQ

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