Stadt gestalten

Ein Blick auf unsere Projektübersicht genügt, um zu erkennen, dass die meisten unserer Projekte nur erfolgreich sein können, wenn Bürger, Verwaltung und Politik ihre unterschiedlichen Interessen auf den Tisch legen und gemeinsam  tragfähige Lösungen erarbeiten.

Aber wie kommen wir zu Strukturen, die Knowhow, Zeit, Geld, Kontakte/Netzwerke aller Beteiligten so zusammenbringen, dass ein größtmöglicher Mehrwert für das Gemeinwohl und für die Lebensqualität der Bewohner entsteht?

Auf den folgenden drei Ebenen sind wir als Stiftung oder Einzelpersonen der Stiftung aktiv, um hier weiter voran zu kommen.

1. Lokal

Der Bürgerbahnhof Plagwitz ist schon seit Jahren ein geeignetes "Experimentierfeld", um ganz konkret vor Ort neue Formen der Zusammenarbeit und Verantwortungsteilung auszuprobieren und modellhaft aufzubereiten. Zwischen Verwaltung, Bürgern, Politik und lokaler Wirtschaft sind im Rahmen der Planung ab 2010 tragfähige Strukturen entstanden, die aktuell auch im Betrieb des Bürgerbahnhofs zur Wirkung kommen bzw. gemeinsam weiterentwickelt werden.
Links: Urbanes Labor , Organisation Bürgerbahnhof

2. Quartier

Der "Quartiersrat Leipziger Westen" ist ein Stadtteilgremium, das den Umsetzungsprozess im Fördergebiet Leipziger Westen aktiv begleitet. In seinen i.d.R. monatlichen Sitzungen bewertet er Anträge aus zwei Verfügungsfonds des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung und gibt dazu ein Votum zur Bewilligung bzw. zur Ablehnung ab. Derzeit  sind 32 Bürgerinnen und Bürger Mitglied im Quartiersrat. Sie kommen aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur, Kinder/Jugendliche, Senioren, Flüchtlinge/Asylsuchende, Sport, Bürgervereine, sowie aus den Stadtbezirksbeiräten Südwest und Altwest. Damit deckt der Quartiersrat ein breites Spektrum an Zielgruppen im Stadtteil ab und wäre ein geeignetes Gremium, um künftige noch weitere Mitgestaltungsaufgaben im Leipziger Westen zu übernehmen.
Link: Der Quartiersrat Leipziger Westen stellt sich vor

3. Stadt

Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Vertreter der Fraktionen und der Verwaltung denken derzeit im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Forums Bürgerstadt darüber nach, wie die Beteiligung/Mitgestaltung durch Bürger in Leipzig künftig organisiert werden soll. Dabei geht es u.a. darum, wer / wann / wie bei welchen städtischen und ggf. auch bürgerseitig vorgeschlagenen Vorhaben beteiligt werden soll, welche Unterstützungsstrukturen dazu in der Verwaltung etabliert werden müssen, ob das erarbeitete Vorgehen in einer Leitlinie oder Satzung festgeschrieben werden soll etc.
Link: Bürgerbeteiligung in Leipzig - wie weiter?