Stadt gemeinsam gestalten

Bürgerbahnhof Plagwitz, Gleisspaziergang
Bürgerbahnhof Plagwitz, Gleisspaziergang, Foto: Gunter Binsack

Viele unserer Projekte können nur erfolgreich sein, wenn Bürger, Verwaltung, Unternehmen und Politik ihre unterschiedlichen Interessen auf den Tisch legen und gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten. Aber wie kommen wir zu Strukturen, die Knowhow, Zeit, Geld, Kontakte/Netzwerke aller Beteiligten so zusammenbringen, dass ein größtmöglicher Mehrwert für das Gemeinwohl und für die Lebensqualität der Bewohner vor Ort entsteht? Auf den folgenden drei Ebenen bringen wir uns als Stiftung oder Einzelpersonen der Stiftung ein, um mit diesen Themen weiter voran zu kommen.

1. Lokal

Der Bürgerbahnhof Plagwitz ist schon seit Jahren ein geeignetes "Experimentierfeld", um ganz konkret vor Ort neue Formen der Zusammenarbeit und Verantwortungsteilung auszuprobieren und modellhaft aufzubereiten. Zwischen Verwaltung, Bürgern, Politik und lokaler Wirtschaft sind im Rahmen der Planung ab 2010 Strukturen entstanden, die aktuell auch im Betrieb des Bürgerbahnhofs zur Wirkung kommen bzw. gemeinsam weiterentwickelt werden. Studien und weitere Unterlagen zu der kooperativen Zusammenarbeit am Bürgerbahnhof Plagwitz finden Sie demnächst in unserem Archiv, wenn Sie dort nach dem Projekt Stadt gemeinsam gestalten suchen.
Links: Organisation Bürgerbahnhof, Urbanes Labor

2. Quartier

a. Gemeinsam lernen im Quartier
Aus der Erfahrung am Bürgerbahnhof Plagwitz hat sich gezeigt, dass kooperative Stadtentwicklung erst gelernt werden muss - von allen Beteiligten, von Verwaltungsmitarbeitern wie von Bürgern. Dazu haben wir zusammen mit engagierten Mitstreitern die Seminarreihe „Gemeinsam lernen im Quartier“ entwickelt. Mit einem praxisorientierten Programm und erfahrenen Referenten will diese Seminarreihe "BewegerInnen" fit für ihre Arbeit im Quartier machen.
Link: Gemeinsam lernen im Quartier

b. Quartiersrat Leipziger Westen
Der "Quartiersrat Leipziger Westen" ist ein Stadtteilgremium, das den Umsetzungsprozess im Fördergebiet Leipziger Westen aktiv begleitet. In seinen i.d.R. monatlichen Sitzungen bewertet er Anträge aus zwei Verfügungsfonds des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung und gibt dazu ein Votum zur Bewilligung bzw. zur Ablehnung ab. Derzeit sind 34 BürgerInnen Mitglied im Quartiersrat. Sie kommen aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur, Kinder/Jugendliche, Senioren, Flüchtlinge/Asylsuchende, Sport, Bürgervereine sowie aus den Stadtbezirksbeiräten Südwest und Altwest. Damit deckt der Quartiersrat ein breites Spektrum an Zielgruppen im Stadtteil ab und wäre ein geeignetes Gremium, um künftig noch weitere Mitgestaltungsaufgaben im Leipziger Westen zu übernehmen.
Link: Der Quartiersrat Leipziger Westen stellt sich vor

3. Stadt

a. Community Organizing
Ziel des Community Organizings ist es, die Lust an der Demokratie neu zu wecken, vor allem auch dort, wo sich Menschen zu großen Teilen aus der politischen Öffentlichkeit zurückgezogen oder nie diesen Schritt zum gemeinsamen Handeln gewagt haben. Die politische Wirksamkeit dieser Menschen wird durch Bürgerplattformen nach dem Ansatz von Community Organizing realisiert. Eine solche Bürgerplattform möchten wir künftig auch in Leipzig aufbauen.
Link: Community Organizing

b. Leipzig weiter denken
Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Vertreter der Fraktionen und der Verwaltung haben sich im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Forums Bürgerstadt damit beschäftigt, wie die Beteiligung/Mitgestaltung durch BürgerInnen in Leipzig künftig organisiert werden soll. Dabei geht es u.a. darum, wer / wann / wie bei welchen städtischen und ggf. auch bürgerseitig vorgeschlagenen Vorhaben beteiligt werden soll, welche Unterstützungsstrukturen dazu in der Verwaltung etabliert werden müssen, ob das erarbeitete Vorgehen in einer Leitlinie oder Satzung festgeschrieben werden soll etc.
Link: Bürgerbeteiligung in Leipzig - wie weiter?